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      Ausschnitt: "Alsterdorfer Passion", Werner Voigt

Schwerpunkte von Gesundheit 25*

Inhaltliche Schwerpunkte werden durch das Team von Gesundheit 25* initiiert, unterstützt und in Kooperation mit den Projektpartnern umgesetzt:

  • Aufbau von Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten, Kliniken, ambulanten Pflegediensten, Träger der EGH etc.
  • Fort- und Weiterbildungen für Ärzte und andere Gesundheitsberufe
  • Finanzieller Ausgleich des zeitlichen Mehrbedarfs
  • Pflege als integrierter Bestandteil in der ambulanten und stationären Versorgung, Aufsuchende Hilfen
  • Stärkung und Sensibilisierung von Assistenten und gesetzlichen Betreuern
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Überprüfung und Entwicklung von Qualitätsstandards

... zur Verbesserung der wohnortnahen gesundheitlichen Versorgung.

*UN-Behindertenrechtskonvention Artikel 25 - Auszug

Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit ohne Diskriminierung aufgrund von Behinderung. Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Maßnahmen, um zu gewähr- leisten, dass Menschen mit Behinderungen Zugang zu geschlechtsspezifischen Gesundheitsdiensten, einschließlich gesundheitlicher Rehabilitation, haben. Insbesondere

a) stellen die Vertragsparteien Menschen mit Behinderungen eine unentgeltliche oder erschwing-
liche Gesundheitsversorgung in der selben Band- breite, von derselben Qualität und auf demselben Standard zur Verfügung wie anderen Menschen, einschließlich sexual- und fortpflanzungsmedizi- nischer Gesundheitsleistungen und der Gesamt- bevölkerung zur Verfügung stehender Programme des öffentlichen Gesundheitswesens;

b) bieten die Vertragsstaaten die Gesundheits- leistungen an, die von Menschen mit Behinderungen speziell wegen ihrer Behinderungen benötigt werden, soweit angebracht, einschließlich Früherkennung
und Frühintervention, sowie Leistungen, durch die, auch bei Kindern und älteren Menschen, weitere Behinderungen möglichst gering gehalten oder vermieden werden sollen;

c) bieten die Vertragsstaaten diese Gesundheits- leistungen so gemeindenah wie möglich an, auch in ländlichen Gebieten;

d) erlegen die Vertragsstaaten den Angehörigen der Gesundheitsberufe die Verpflichtung auf, Menschen mit Behinderungen eine Versorgung von gleicher Qualität wie anderen Menschen angedeihen zu lassen, namentlich auf der Grundlage der freien Einwilligung nach vorheriger Aufklärung, indem sie unter anderem durch Schulungen und den Erlass ethischer Normen für die staatliche und private Gesundheitsversorgung das Bewusstsein für die Menschenrechte, die Würde, die Autonomie und die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen schärfen;

Hier finden Sie den Text der gesamten UN-Behindertenrechtskonvention.

Gesundheit für alle!

Menschen mit schweren und komplexen Behinderungen haben das Recht auf eine medizinische Versorgung wie alle anderen auch. Und darüber hinaus, wenn sie es aufgrund ihrer Behinderung benötigen. So heißt es in Artikel 25 der UN-Behindertenrechtskonvention. Allerdings sieht die Realität in Deutschland oft noch anders aus: Schmerzen und Krank-
heiten werden bei Menschen mit komplexen Behinderungen häufig nicht rechtzeitig erkannt und angemessen behandelt. Die Folge: Die Betroffenen leiden unnötig lang an Schmerzen und ihrer Krankheit, sind in ihrer Teilhabe eingeschränkt und versterben im schlimmsten Fall sogar frühzeitig.

Die Evangelische Stiftung Alsterdorf setzt sich zusammen mit einer Reihe von Partnern dafür ein, dass sich diese Situation langristig verbessert.

Projekt gesundheit 25*

Der Projektname „Gesundheit 25*“ nimmt direkten Bezug auf Artikel 25 der Behindertenrechtskonvention. Ziel des Projekts ist die wohnortnahe gesundheitliche Versorgung von Menschen mit komplexen Behinderungen zu verbessern. Gesundheit 25* wurde von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf initiiert und wird mit einer dreijährigen Laufzeit von Aktion Mensch gefördert. Das im September 2016 gestartete Projekt wird von einem interdisziplinär arbeitenden Team umgesetzt. Gesundheit 25* ist an das Sengelmann Institut für Medizin und Inklusion (SIMI) angeschlossen.

Modellhaft soll in drei Hamburger Quartieren ein  Konzept entwickelt werden, das zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung vor Ort beiträgt. Bei den Quartieren handelt es sich um Altona, Barmbek und Bergedorf.  Ausgehend von der vorgefundenen Ausgangslage in jedem Quartier werden Schlüsselakteure identifiziert, zusammengebracht und vernetzt.

 

Neugierig? Gute Ideen?

Das Projekt gesundheit 25* ist gerade gestartet. Wenn Sie neugierig sind, was sich konkret verändert, wenn Sie Vor- schläge oder Fragen haben oder sich engagieren möchten, dann schauen Sie regelmäßig auf diese Website oder kontaktieren Sie eine Mitarbeiterin des Projektteams. 

 

Kontakt gesundheit 25*

gesundheit 25* -  Eine Initiative des Sengelmann Instituts für Medizin und Inklusion

Elisabeth-Flügge-Str. 1
22337 Hamburg
Tel. 0 40.50 77 34 77

b.pohleratalsterdorf.de
anna-mia.kluepfelatalsterdorf.de
joana.roos-bugiel@alsterdorf.de
 

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