Gesundheit 25*

Menschen mit schweren und komplexen Behinderungen haben das Recht auf eine medizinische Versorgung wie alle anderen auch. Und darüber hinaus, wenn sie es aufgrund ihrer Behinderung benötigen. So heißt es in Artikel 25 der UN-Behindertenrechtskonvention. Allerdings sieht die Realität in Deutschland oft noch anders aus: Schmerzen und Krankheiten werden bei Menschen mit komplexen Behinderungen häufig nicht rechtzeitig erkannt und angemessen behandelt. Die Folge: Die Betroffenen leiden unnötig lang an Schmerzen und ihrer Krankheit, sind in ihrer Teilhabe eingeschränkt und versterben im schlimmsten Fall sogar frühzeitig.

Der Projektname Gesundheit 25* nimmt direkten Bezug auf Artikel 25 der Behindertenrechtskonvention. Ziel des Projekts ist die wohnortnahe gesundheitliche Versorgung von Menschen mit komplexen Behinderungen zu verbessern. Gesundheit 25* wurde von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf initiiert und wird mit einer dreijährigen Laufzeit von Aktion Mensch gefördert. Das im September 2016 gestartete Projekt wird von einem interdisziplinär arbeitenden Team umgesetzt. Gesundheit 25* ist an das Sengelmann Institut für Medizin und Inklusion (SIMI) angeschlossen.

Neu! Das Team von Gesundheit 25* stellt seine Arbeit in einer Broschüre vor. Hier können Sie die Broschüre herunterladen.

Schwerpunkte von Gesundheit 25*

Inhaltliche Schwerpunkte werden durch das Team von Gesundheit 25* initiiert, unterstützt und in Kooperation mit den Projektpartnern umgesetzt:

  • Aufbau von Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten, Kliniken, ambulanten Pflegediensten, Träger der EGH etc.
  • Fort- und Weiterbildungen für Ärzte und andere Gesundheitsberufe
  • Finanzieller Ausgleich des zeitlichen Mehrbedarfs
  • Pflege als integrierter Bestandteil in der ambulanten und stationären Versorgung, Aufsuchende Hilfen
  • Stärkung und Sensibilisierung von Assistenten und gesetzlichen Betreuern
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Überprüfung und Entwicklung von Qualitätsstandards

... zur Verbesserung der wohnortnahen gesundheitlichen Versorgung.

Lesen Sie hier die Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention im Original. In Artikel 25 geht es um das Thema Gesundheit.

Neugierig? Gute Ideen?

Wenn Sie neugierig sind, was sich konkret verändert, wenn Sie Vorschläge oder Fragen haben oder sich engagieren möchten, dann schauen Sie regelmäßig auf diese Website oder kontaktieren Sie eine Mitarbeiterin des Projektteams. 

 Möchten Sie regelmäßig über neue Entwicklungen zum Thema informiert werden? Dann melden Sie sich für unseren Newsletter an! 

Kontakt Gesundheit 25*

Birgit Pohler
(Projektleitung)

Elisabeth-Flügge-Str. 1
22337 Hamburg
Tel. 0172/714 43 95

birgit.pohleratalsterdorf.de

Kontakt Gesundheit 25*

Anna-Mia Klüpfel
(Bezirk Hamburg-Barmbek)

Elisabeth-Flügge-Str. 1
22337 Hamburg

anna-mia.kluepfelatalsterdorf.de

Kontakt Gesundheit 25*

Joana Roos-Bugiel
(Bezirk Hamburg-Bergedorf)

Elisabeth-Flügge-Str. 1
22337 Hamburg

joana.roos-bugiel@alsterdorf.de

 

Modellhaft soll in drei Hamburger Quartieren ein  Konzept entwickelt werden, das zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung vor Ort beiträgt. Bei den Quartieren handelt es sich um Altona, Barmbek und Bergedorf.  Ausgehend von der vorgefundenen Ausgangslage in jedem Quartier werden Schlüsselakteure identifiziert, zusammengebracht und vernetzt.

 

Gesundheitsförderung Inklusiv

„Gesundheit und Wohlbefinden“ – kurz GEWO –  ist ein Programm, das in der kleinen Stadt Hersbruck im Nürnberger Land Menschen mit und ohne Behinderung in Bewegung bringt. Der Bäcker backt GEWO-Sandwiches, bei der GEWO-Challenge sammeln alle TeilnehmerInnen ihre gelaufenen Kilometer und verlorenen Kilo Körpergewicht. Dabei kommt ganz schön was zusammen – davon konnten sich Birgit Pohler und Joana Roos-Bugiel vom ESA-Projekt gesundheit 25* überzeugen, als sie die Initiatoren in der 12.000-Einwohner-Stadt besuchten. Lesen Sie hier den ganzen Text.

FiT in Bergedorf

FiT steht für "Fit im Team - Gesundheit inklusiv". Seit Herbst wird dieses Programm zur Gesundheitsförderung im Setting Tages(förder)stätte in Bergedorf umgesetzt. Erwachsene Menschen mit komplexen Behinderungen werden gemeinsam mit einem Tandempartner für Gesundheit sensibilisiert, die individuellen Fähigkeiten werden gestärkt und gesundheitsrelevante Faktoren im Setting Tagesstätte verbessert. Die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAG) fördert das Projekt.

Das Programm wurde Anfang 2018 auf Grundlage der Potential- und Bedarfsanalyse entwickelt, die Gesundheit 25* für Bergedorf entwickelt hat. In einem modularen Baukastensystem werden an vier Tagen die Themen Ernährung, Bewegung, Entspannung und Ressourcen alltagsnahe Übungen vermittelt.

Gestartet ist das Programm mit der Tagesstätte Carla Teigeler Haus im Quartier Bergedorf. Die durchweg positiven Rückmeldungen der Beteiligten zeigen, dass es sich lohnt, auch wenn die Heterogenität der Zielgruppe eine besondere Herausforderung ist.

Patienten mit Autismus beim Arzt

Wenn Menschen mit einer Autismusspektrumstörung zum Arzt gehen, ist dies oft für beide Seiten mit Unsicherheit und Stress verbunden. Worauf soll der Arzt, die Ärztin achten? Wie kann ein Besuch in der Praxis vorbereitet werden, damit Untersuchung und Behandlung möglichst gut gelingen?

Gesundheit 25* hat zusammen mit dem Hamburger Autismus-Institut wichtige Informationen zusammengestellt. Hier können Sie den Flyer herunterladen:

Erwachsene Patienten mit Autismus und Intelligenzminderung in der Arztpraxis

 
 
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